<link http: www.tagesschau.de ausland romney278.html external-link-new-window external link in new>„Ein Sechstel der Bevölkerung lebt inzwischen unter der Armutsgrenze, 30 Millionen Menschen haben keinen regulären Job“, beschreibt die ARD die Situation in den USA. Zwei Tage zuvor lautete die Schlagzeile: <link http: www.tagesschau.de inland armutsstudie104.html external-link-new-window external link in new>"Privates Vermögen ist in Deutschland immer ungleicher verteilt.“ Als Ursache und Ausweg werden die Arbeitseinkommen und die Steuergesetzgebung hervorgehoben. „Ein Vorstandvorsitzender kassiert mittlerweile 300 Mal soviel wie einer seiner Angestellten - 1950 waren es 30 Mal soviel.“ Schuld daran seien die Steuern. „Die gesamte Steuergesetzgebung der vergangenen Jahrzehnte habe nur ein Ziel gehabt: Die Reichen noch reicher zu machen“, wird Jacob S. Hacker, Politikwissenschaftler an der Yale-University zitiert.
Kein Wort jedoch findet sich über die scheinbar ganz selbstverständliche Vermehrung der Geldvermögen über Zins und Dividende. In den vergangenen 20 Jahren haben sich die Geldvermögen in Deutschland mehr als verdoppelt. Das entspricht einer durchschnittlichen Verzinsung von 3,5 %. Hier liegt die Quelle der Scherenentwicklung, seit vielen Jahrhunderten bereits.
Sicherlich gibt es zu hohe Arbeitseinkommen. Reich wird man aber nicht durch das Vermeiden von Steuerzahlungen. Steuern können lediglich den Zuwachs der Vermögen abbremsen. Die Ursache der Umverteilung ist die Entwicklung der Geldvermögen. Nur wenn man diese Dynamik aufgreift und löst, kann man den Trend umkehren und spürbar auch die vielen negativen Auswüchse bekämpfen.
Klaus Willemsen, 20.09.2012
Der Autor ist freier Referent der <link http: www.inwo.de>Initiative für Natürliche Wirtschaftsordnung e.V.
Verwendete Quellen:
ARD 20.09.2012
<link http: www.tagesschau.de ausland romney278.html>www.tagesschau.de/ausland/romney278.html
ARD 18.09.2012
<link http: www.tagesschau.de inland armutsstudie104.html>www.tagesschau.de/inland/armutsstudie104.html
